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Bereits 1978 reifte die Idee, auf dem Gelände von zwei ehemaligen Schweinemästereien einen Bauernhof zu bauen, der vor allem Kindern und Jugendlichen einen Einblick in das Landleben geben sollte. Die charakteristische Gehöftform als "Geviert" (ein rechteckiger Hof, der von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden wie Ställen und einer Tenne umrahmt ist) sowie der gemischte Tierbestand wurden märkischen Bauernhöfen nachempfunden. Obwohl man sich heute längst wieder unproblematisch zwischen Berlin und Brandenburg bewegen kann, bleibt die Familienfarm Lübars vor allem für Schulklassen, Kindergartengruppen und Familien ein attraktives Ausflugsziel. Denn dieser spezielle Bauernhof ist nicht nur gut zu erreichen, sondern - im Gegensatz zu den meisten "normalen" Bauernhöfen - auch auf eine Vielzahl von neugierigen und wissensdurstigen kleinen und großen Besuchern eingerichtet.
Das war nicht immer so:
1740-1786
König Friedrich II. lässt für sein Rosenthaler Gut auf der kirchlichen Lübarser Feldmark eine Fasanerie errichten. Daher stammt der Beiname "Alte Fasanerie" für die Familienfarm.
1788
Erste offizielle Erwähnung der Fasanerie in Kirchenschriften.
1805
Die Fasanerie wird in einer Beschreibung der Mark Brandenburg als selbständige Siedlung geführt.
1843-1900
Aufgabe der Fasanenzucht wegen landwirtschaftlicher Nutzung der Fläche.
1966-1977
Betrieb von zwei Schweinemästereien.
1978
Bezirksamt Reinickendorf übernimmt die Fläche, um eine "Jugendfarm" in Anlehnung an die Art eines "märkischen Bauernhofes" einzurichten.
1984
Einweihung der "Jugendfarm Lübars".
1991
Bau eines Backhauses.
1996
Bau eines Fasanengeheges.
2003
Das EJF (Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk) übernimmt die Trägerschaft der "Jugend- und Familinfarm Lübars".
Die Familienfarm Lübars stellt mit der charakteristischen Gehöftform und einem gemischten Tierbestand einen typischen märkischen Bauernhof dar. Er wird traditionell betrieben und steht jedem Besucher offen. Hier können Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Esel, Enten, Gänse, Hühner Kaninchen und auch Bienen in artgerechter Haltung erlebt und beobachtet werden.
Für Besuchergruppen, Grundschulklassen und andere Kindergruppen gibt es nach Anmeldung spezielle Angebote: Führungen, Brotbacken, Butter herstellen, Wolle verarbeiten, Hühner beobachten, bei der Tierpplege mithelfen, auf den Pferden reiten, Holz und Ton bearbeiten, Seidenmalen....... und vieles mehr. Neben den Tieren können auf der Jugendfarm auch die Blumen und Nutzpflanzen im Bauerngarten angesehen und bestimmt werden (im Sommer). Die Bauernschänke lädt zur Erfrischung und Stärkung zwischendurch und hinterher ein. Hochzeits- Geburtstags- und Jubiläumsfeiern können in der Schänke und in der benachbarten Tenne durchgeführt werden. Die Tenne, ideal für Theater, Tanz und Tagungen. Nebenan gibt es einen Erlebnisspielplatz und den Freizeitpark Lübars. Ein ausgedehntes Wander- und Fahrradwegenetz schließt daran an. Kurz und gut, die Farm kann als Ausgangspunkt für manigfaltige Familien- und Freizeitaktivitäten genutzt werden.
Zu unseren Hoffesten, z. B. Frühlingsfest, Erntedankfest...., kommen die Besucher immer wieder sehr gerne.